Guadeloupe als Region Frankreichs befindet sich in der Nähe Südamerikas und besteht aus einigen kleinen Inseln der Antillen. Gleich neun Inseln gehören zu Guadeloupe und bieten so ein traumhaftes Urlaubsziel in der französischen Karibik. Hier findet man blaues Meer, grüne Ebenen und Hügel, die hervorragende Möglichkeiten für die Urlaubsgestaltung bieten.
Geschichte
Nicht immer jedoch gehörten die Inseln zum heutigen Frankreich. Sie wurden erst im Laufe der Jahrhunderte entdeckt und kolonialisiert. Dieser Vorgang begann im Jahre 1493, als Kolumbus als erster die Inseln entdeckte. Einnehmen konnte er die Inseln jedoch nicht, denn die Ureinwohner der Insel, die bereits seit mehreren Jahrtausenden hier lebten, wehrten sich mit Erfolg. Erst mehrere Jahrzehnte später gelang es schließlich Frankreich im Jahre 1635 die Inseln seinen Kolonien hinzuzufügen. Natürlich gab es in den folgenden Jahren immer mal wieder Auseinandersetzungen und Kämpfe um die Zugehörigkeit der Inseln, doch seit 1674 sind diese klar und vor allem vollständig Frankreich zugewiesen.
Sklaverei
Nachdem zuvor ein eher einfaches Leben die Menschen hier prägte, die sich von Früchten der Wälder und den erjagten Tieren ernährten, brachten die Franzosen natürlich auch den Fortschritt mit auf die Inseln. Sie errichteten eine Plantagenwirtschaft und nutzten so das karibische Wetter für die eigene Gewinnung von Kaffee und Zuckerrohr. Einwohner, die sich wehrten wurden schlichtweg ausgewiesen und auf eine der benachbarten Inseln gebracht. Deutlich gefügiger waren die Menschen aus Afrika, derer sich die Franzosen auch direkt einige Schiffladungen als Sklaven auf ihre Plantagen bringen ließen. In der Folge entstand ein reger Sklavenhandel, der sich in der Geschichte dieser Zeit durch seine Grausamkeit und die schlechten Bedingungen auf den Schiffen verewigte. Dies änderte sich auch nicht, als kurzzeitig die Engländer von 1759 bis 1763 die Inseln einnahmen und beherrschten. Als im Zuge der Französischen Revolution auch die Sklaverei auf den Inseln beendet werden sollte, gelang es den Briten erneut die Inseln zu besetzen. Diesmal wurden sie dabei jedoch von den Plantagenbesitzern unterstützt, die ihre Besitztümer und vor allem die günstigen Arbeiter nicht verlieren wollte. Lange ging dies natürlich nicht gut und die französischen Truppen setzten schließlich das Ende der Sklaverei durch.
Entwicklung
In den folgenden Jahren gab es noch einiges an Hin und Her durch die unterschiedlichen Herrscher Frankreichs, doch letztlich wurden die Inseln und mit ihnen auch die Menschen darauf vollständige Bürger Frankreichs. Damit erhielten sie unter anderem das Wahlrecht und auch alle anderen Ansprüche und Möglichkeiten, die bisher allein den Franzosen in ihrem Land vorbehalten waren. Heute zeichnet sich Guadeloupe vor allem durch seinen vielseitigen Tourismus aus. Die Strände der Inseln überzeugen durch ihren feinen Sand und die vielseitigen Sportmöglichkeiten. Langweilig wird es hier nicht und der französische Einfluss im karibischen Flair macht den Urlaub hier wirklich einmalig. Wer sich jedoch weniger für die traumhaften Strände interessiert und stattdessen etwas erleben möchte, der sollte nach Basse-Terre aufbrechen. Sie bildet neben Grande-Terre die zweite große Landmasse von Guadeloupe, ist allerdings bedeckt von einer beeindruckenden Dschungelvegetation, die auf zahlreichen Wegen entdeckt werden kann. Hier sollte unbedingt der eine oder andere Tag mit einer langen Wanderung verbracht werden, denn zu entdecken gibt es wirklich genug.
Foto: Sarah MARCHAND – Fotolia
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